Willkommen zurück in der Chemie-Stadt

Na vielen Dank 🙂 Nach einem knappen Jahr ziehen wir zurĂŒck nach Ludwigshafen und man veranstaltet gleich ein Freudenfeuer, das man sogar im Odenwald schon gesehen hat.

Doch fangen wir vorne an. Erst im vergangenen September waren Johanna und ich in den Odenwald gezogen, nach Mörlenbach. Wohin? Genau! Das hatte damals viele GrĂŒnde: Unsere Wohnung in Oppau wurde zu klein, wir wollten uns vergrĂ¶ĂŸern, ein wenig Loftcharakter, ein Bad mit Wanne und und und. Da kam der Hof bzw. die Wohnung in Mörlenbach gerade recht. Eine zuvor leer stehende Werkstatt, die zum Teil nach unseren WĂŒnschen umgebaut wurde. 180qm WohnflĂ€che, eine große Garage, von der aus man direkt in die Wohnung gelangt, ein gerĂ€umiges Bad, GĂ€ste-WC, eine offene Galerie und Haustiere waren auch kein Problem. Ein Traum! Dachten wir …

Der Umzug war damals sehr anstrengend und bis alles mal soweit war, wie wir es wollten, sollte es auch lĂ€nger dauern als angenommen. Von Anfang an klappte nicht alles so wie es sollte, viele Dinge liefen einfach schief, sodass wir an Weihnachten schon wussten, hier mĂŒssen wir wieder weg! Der Umzug war verfrĂŒht und teilweise nicht konsequent zu Ende gedacht, eine klassische Fehlentscheidung. Viele hatten uns „gewarnt“ und davon abgeraten, aber wir wollten ja nicht hören. Diese Erfahrung mussten wir leider machen.

Also fiel die Entscheidung relativ schnell, wir brauchen eine neue Wohnung! Wieder eher Richtung Pfalz, ob Ludwigshafen oder Mannheim war uns erst mal egal. Auch ob mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, sogar ĂŒber einen Neubau haben wir nachgedacht. Nach unzĂ€hligen Überlegungen und Besichtigungen hatten wir im MĂ€rz schon eine Zusage fĂŒr eine neu renovierte Wohnung in Ludwigshafen-Oppau, die uns sehr gut gefallen hatte. Die Freude war groß, die Planung schon fast abgeschlossen, bis eines Abends die feige Absage per E-Mail kam. Unsere beiden kleinen Hundchen wĂŒrden angeblich den Hausfrieden stören. Beim letzten Treffen mit der Vermieterin waren unsere beiden Lieblinge dieser bereits bekannt, trotzdem heuchelte man uns ein baldiges Treffen vor, bei dem der Mietvertrag unterschrieben werden sollte. Am Ende entschied man sich dann aber doch fĂŒr den bequemeren Weg …

GlĂŒck im UnglĂŒck: HĂ€tten wir hier unterschrieben, wĂ€re uns unsere neue, wunderschöne Wohnung in Ludwigshafen-SĂŒd, direkt am Rheinufer, nicht ĂŒber den Weg gelaufen 😉 Ein Neubau, eine fast unbenutzte Wohnung zur Miete, nur ein paar Meter vom Rhein entfernt. Und vor allem: Gerade WĂ€nde und endlich mit den Standards, die man erwarten kann. Keine Dusche die ĂŒberlĂ€uft, keine Wellen im Boden, kein Sicherungskasten aus dem vorherigen Jahrtausend, die Liste ist noch lang.

Mit dem Packen haben wir dieses Mal frĂŒher begonnen und sind am Ende doch fast nicht fertig geworden, am letzten Abend haben wir noch den kompletten Kleiderschrank eingetĂŒtet. Dann kam der Tag fĂŒr den Neuanfang 🙂 Um zehn Uhr ging  es los, wir hatten viele fleißige Helfer mit Auto und auch einen LKW mit Fahrer, den hatte mein Papa ĂŒber seine Firma organisiert.

Das Einpacken ging recht flott, gegen halb zwölf fuhr die erste Kolonne nach LU um auszuladen. Der LKW musste dann auch noch ein zweites Mal fahren, leider hatten wir versÀumt dem Fahrer zu sagen, was alles noch mit musste, sodass am Ende nicht alles reingepasst hat. Ein paar Kisten und Kleinigkeiten musste also noch eine Nacht in Mörlenbach bleiben, Johanna und ich fuhren dann Sonntag noch mal die nervige Strecke um den Rest abzuholen.

Als schließlich auch ich am Samstag in die neue Wohnung aufbrach, war bereits im Odenwald eine dicke schwarze Wolke zu erkennen, die die Sonne verdunkelte. Ich dachte erst an Unwetter, hörte dann jedoch im Radio was passiert war. Ein Brand in einer Lagerhalle auf der Parkinsel war die Ursache. Und das quasi um die Ecke unserer neuen Wohnung. Die Folge war ein langer Stau und eine Polizeisperre, die uns auf den ersten Blick daran hinderte zu unserer Wohnung zu gelangen. Nach gutem Zureden und ErklĂ€rungen, warum wir hier durch mĂŒssen, ließ man uns jedoch passieren.

Gegen 18 Uhr war dann auch alles in der Wohnung und im Keller verteilt, das meiste stand schon mal grob dort, wo es spĂ€ter hin soll. Allein in unserem Chaos konnten wir die erste Nacht in unserer neuen Wohnung verbringen 🙂 Dank unseren vielen fleißigen Helfern hat alles wirklich gut geklappt, ohne grĂ¶ĂŸere Verluste. Wir mussten aber versprechen, in den nĂ€chsten Jahren nicht noch mal umzuziehen 😉

Johanna und ich danken euch allen und freuen uns sehr ĂŒber unsere neue Wohnung. Und ich freue mich, Hessen wieder verlassen zu haben 😉

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