Noch drei Tage …

Drei Tage vor der Hochzeit, Mittwoch. Johanna fühlte sich die Tage schon ziemlich matt und müde, wir haben es aber größtenteils auf den Vorbereitungsstress geschoben. Wir waren noch mal in der Klinik zur Blutentnahme, nur um sicher zu gehen. Anschließend ging die Tour gleich weiter, ab zum einkaufen, noch ein paar Kleinigkeiten für Samstag besorgen. Beim Einkauf klingelt mein Handy, die Klinik, wollte Johanna sprechen. Am Verlauf des Telefonats konnte ich schon feststellen, das irgendwas nicht so ganz in Ordnung war. Aufgelegt. Johanna muss mit Verdacht auf akutes Nierenversagen(!!) ins Krankenhaus. Der Super-GAU!

Meine Mama hat sie dann in die Klinik gefahren, schließlich stand heute noch einges auf dem Plan. Die Getränke kamen, da muss jemand vor Ort sein. Am Abend fuhr ich dann zu ihr, da ging es ihr schon besser. Den Donnerstag konnte sie dann in der Klinik „entspannen“ und sich etwas von den Strapazen erholen. Ich habe mich um alles weitere gekümmert, unser Programm musste kopiert und gefaltet werden und noch einige weitere Dinge. Am Nachmittag haben wir dann manches zusammen in der Klinik gemacht, Johanna hat dann während ich unterwegs war das Vorbereiten unserer Gastgeschenke und der Ballons, die wir steigen lassen wollten, übernommen. Eines war klar, sie muss Freitag wieder raus, absagen konnten wir alles nicht mehr! Gerade jetzt, wo auch noch das Fernsehen aufmerksam wurde und das ZDF alles filmen wollte. Aber gut, es wurde noch 🙂

Am Freitagnachmittag wurde Johanna entlassen, ihre Blutwerte waren schon wieder besser. Nicht normal, aber deutlich besser! Wir konnten also „beruhigt“ nach Hause fahren und weiter unser Programm fahren. Ein paar letzte Einkäufe, Johanna’s Schwester und Trauzeugin kam dann auch noch am Abend, sie hat bei uns übernachtet. Dass wir die Nacht vor der Hochzeit getrennt verbringen, haben wir schnell über den Haufen geworfen, da wir die beiden Nächte davor ja schon getrennt waren. Also haben wir umgeplant, Johanna’s Kleid kam zu meinen Eltern, denn es musste ein paar Stunden vor dem Anziehen aus dem Kleidersach raus. Meine Sachen kamen auch zu meinen Eltern, ich wollte mich Samstag dann dort umziehen.

Am Abend war dann Aufbau im Saal, in dem unsere Feier stattfinden sollte, angesagt. Mein Papa, meine Trauzeugen und ich haben Tische, Stühle und Co. gerichtet, alles soweit vobereitet, zumindest das, was man heute machen konnte. Die Getränke in den Kühlschränken verstaut hatten meine Papa und ich schon am Abend vorher. Johanna und ihre Schwester stießen dann zu uns und haben die Tische dekoriert. Bei den letzten Überprüfungen dann das Problem: Keine Musik. Die Anlage, die im Saal vorhanden war, spielt keine CDs und um einen Laptop anschließen zu können, fehlte der passende Adapter. Die Fahrt zu einem großen Elektrofachmarkt hätten wir uns sparen können, denn der hatte widererwartend geschlossen. Nach einigen Telefonaten hatten wir dann aber sogar zwei Leute, die das passende Teil hatten und es am morgigen Tag mitbringen wollten. Fein. Es war gut 23 Uhr.

Zuhause mussten wir dann noch unsere Diashow fertig machen und Lieder für die Feier waren auch noch nicht ausgesucht. Um kurz nach eins waren wir dann auch soweit, mehr oder weniger. Die Diashow lief nicht wie sie sollte, zumindest nicht auf Johanna’s Netbook und die Lieder, die wir noch gekauft hatten, mit denen hat auch etwas nicht gestimmt. Aber wir konnten nicht mehr, schließlich sollten wir doch ein paar Stunden schlafen. Ganze vier haben wir geschafft, um fünf war Johanna wieder wach und hat mich dann auch geweckt. Ein neuer Tag, „ausgeruht“ ans Werk 🙂

[facebook_ilike]