Nach 349 Tagen back in town

Lange hat mein kleines Auslandssemster gedauert, doch nun ist endlich alles überstanden und die Stadt hat mich wieder!!

Am 23.05.06 begann meine lange, schwere Reise. Zuerst ging es eine Woche nach Heidelberg in die Thoraxklinik, wo die Vorbereitungen für die Urgent-Listung in Berlin für eine Lungen-TX stattfanden. Am 30.05.06 ging es weiter nach Berlin Wannsee. Wie ihr mich kennt, könnt ihr euch denken, dass es nicht wirklich ein Problem war dort schnell Anschluss zu finden. Ärzte und Schwestern kannte ich ja schon etwas von meinen vorherigen Besuchen, doch in der langen Zeit haben wir uns alle immer besser kennen gelernt. So hatte ich mit der Zeit so einige Ersatzmamas (die natürlich kein Ersatz für meine richtige sind), viele nette Ärzte und so einige süsse Schülerinnen und coole Schüler um mich.

Das machte die Zeit wesentlich erträglicher und angenehmer. Die Tage vergingen wie im Flug und wenn ich mich so zurück erinnere gab es wirklich keinen Tag, von dem ich sagen müsste, mir wäre die Decke auf den Kopf gefallen.

Das lag aber auch viel an meiner Familie und meinen Freunden. Jeden Abend hab ich mit der Heimat telefoniert, mit Freunden gemailt, gesimst und und und. Meine Family kam mich alle 4 Wochen da oben besuchen und auch meine Tante und mein Onkel haben mich ein paar Mal besucht. Auch drei meiner engsten Freunde haben mich einmal überrascht und standen plötzlich in meinem Zimmer, das war wirklich sehr schön und das werde ich den dreien nie vergessen. Danke Jani, Mimi und Markus !! Aber auch mein Schätzl die Rinna hat mich mal mit ihrer Freundin besucht, auch en euch vielen Dank, war sehr schön!

Die Zeit hatte aber auch leider unschöne Momente. So sind während des einen Jahres viele Patienten, die ich teilweise sehr gut kennen gelernt hatte, auf dem schweren Weg verstorben. Manche haben die OP nicht geschafft, manche die Zeit danach nicht. Es dürften mittlerweil glaub ich um die 10 Leute gewesen sein am schwersten traf mich der Tod von Thomas und Steve. Wir werden euch nie vergessen, ihr Helden … irgendwann sehen wir uns wieder, ganz bestimmt!!

Versüsst wurde mir das lange Warten aber, zumindest zeitweise …, von einer ganz besonderen Frau. Fast zwei Monate durfte ich mit ihr verbringen … dafür bin ich mehr als dankbar. Diejenige die gemeint ist weiß Bescheid. „Ich danke Dir für alles. Auch wenn es kein gutes Ende mit uns genommen hat, werde ich die Zeit und vor allem Dich nie vergessen. Bin froh, dass Du mir als Freundin auch heute noch erhalten bleibst.“.

Am 15.02.07, einen Tag nach Valentinstag, war es dann endlich soweit. Gegen 23Uhr kam der Anruf, ein passendes Organ ist da. Ich also schnell zu Hause angerufen, meine Sachen gepackt, mich schnell bei allen verabschiedt und ab ging die Reise ins Deutsche Herzzentrum. Über 10 Stunden wurde ich operriert ohne große Komplikationen. Nach einer Woche ging es mir schon so gut, dass ich auf Normalstation verlegt wurde. Doch es ging mir wohl zu gut … dort lag ich nur einen Tag, plöztlich habe ich gekrampft und war nicht mehr ansprechbar. Angeblich waren die Immunsupresiva überdosiert … Zumindest war ich dann für zwei Tage weg und musste die nächsten 5 Wochen auf der Intensivstation verbrigen. Auch dort habe ich tolle Ärzte, Schwestern und Zivi (Greets an Päddi und Timo!) kennengelernt mit denen ich auch so manchen Spaß hatte. Anschließend ging es 2 Wochen auf die H3, dann ab in Reha nach Teltow.

Leider musste ich nach zwei Wochen Reha nochmal zurück ins DHZB, hatte mir wieder ein paar lustige Keime eingefangen die einer intensiven Therapie bedürften.

Am 07.05.07 wurde ich dann endlich entlassen und mein Dad konnte mich endlich abholen, JUHU. Ab auf die Autobahn und es ging schnurstracks gegen Süden, gute 600km bis wir endlich im good old Oppau eingetroffen waren.

Endlich hab ich euch alle wieder … nun können die Weinfeste kommen. Prost!

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