14. Mai – Wir sagen JA

Drei Monate liebevolle Vorbereitungsphase lag hinter uns und am Ende wusste wir, warum es Weddingplaner gibt. Aber wir wollten von Anfang an alles selbst planen! Von der selbst gestalteten Einladung, ĂŒber den Ablauf des Gottesdienstes und der Feier danach, bis hin zum Catering und der Hochzeitstorte. An alles haben wir gedacht und es hat auch wirklich alles nach Plan funktioniert. Naja, am Tag der Trauung zumindest 😉

Am 14. Mai war es endlich soweit, unser lang ersehnter Tag war gekommen. All der Stress, die Vorbereitungen und alles was dazu gehörte lag hinter uns und es hat sich gelohnt! Beginnen möchte ich unseren Bericht mit dem Zitat einer lieben Freundin, die extra aus Österreich angereist war:

„eins der besten wochenenden EVER! 😀 (und btw.. william und kate koennen einpacken – die hochzeit des jahres hab ich am samstag feiern duerfen!! :D)“ Danke liebe Olli!

Bereits gegen neun Uhr bin ich Richtung Kirche aufgebrochen, ein letzter Check in der Kirche, die bestellten Brote musste ich auch noch holen. Das Kamerateam vom ZDF hatte sich fĂŒr 9:30 Uhr angekĂŒndigt. Alle letzten Details mit dem Kirchendiener besprochen, unsere Ringe bekam er auch, Matze hat im Biergarten noch drei Biertischgarnituren aufgebaut. Unsere SĂ€ngerinnen waren auch schon da, der Blumenschmuck sollte um 10 Uhr kommen, alles nach Plan.

Um 10 Uhr sind Matze und ich dann auch aufgebrochen zu unseren Eltern, zusammen mit Norman , denn er wollte mich auch schon beim Anziehen des Anzugs ablichten, er wollte schließlich eine komplette Reportage ĂŒber die Hochzeit machen. Also fix geduscht (ohne Kamera) und dann in den Anzug geschlĂŒpft, Manschettenknöpfe nicht vergessen, passt. Es war kurz vor halb elf, nun aber ab in die Kirche.

Dort angekommen hatten sich bereits viele der GĂ€ste eingefunden, Pfarrerin Friedberg war auch schon da. Langsam wurde ich nervös. Kurz vor elf nahmen dann alle ihre PlĂ€tze ein, meine Trauzeugen und ich postierten uns vor dem Altar. Jetzt hieß es warten, warten auf meine Braut. Das waren sicherlich eine der lĂ€ngsten fĂŒnf Minuten meines Lebens. Und dann kam sie … vorneher die Pfarrerin, ihre Trauzeugen und Bridesmaids … sie war wunderschön 🙂 Ich hatte das Kleid ja ganz traditionell vorher nicht sehen dĂŒrfen, aber das Warten hatte sich gelohnt! Hier hatte ich schon fast TrĂ€nen in den Augen …

Wir hatten eine wunderschöne Predigt, sehr persönlich und emotional. Ich kenne Frau Friedberg noch aus meiner Zeit meines FSJ 2005, wir haben bis heute noch guten Kontakt und es war fĂŒr uns ein Muss, dass sie uns traut. Durch unsere GesprĂ€che in der Vorbereitung kennt uns Frau Friedberg auch als Paar sehr gut und dadurch konnte sie eine sehr schöne Predigt verfassen. Unser JA-Wort wurde ummantelt von unseren beiden Freundinnen Tina und Julia, die zwei wunderschöne Lieder gesungen haben. Vorher „The Rose“ und danach „Kissing you“, auch sehr emotional. Nach dem JA-Wort gaben wir uns beide noch ein ganz persönliches Versprechen, bei dem ich ein wenig ins Stocken kam, so gerĂŒhrt war ich.

Nach der Trauung wartete draußen bereits unsere zwölfmeter lange HUMMER-Limousine, mit der Johanna samt Gefolge vorhin schon zur Kirche gefahren wurde. Bis uns alle GĂ€ste gratuliert hatten verging gut eine halbe Stunde, doch dann sind wir zusammen mit Trauzeugen, Bridesmaids und Freunden (12 durften in die Limo) eingestiegen um noch eine Runde zu drehen, schließlich hatten wir das GerĂ€t drei Stunden gebucht. Bereits beim Verlassen der Kirchenstraße musste groß rangiert werden, doch der Fahrer war geĂŒbt und auch der sture alte Mann mit seinem Porsche stellte kein Problem da. Unsere Fahrt ging durch die Stadt ĂŒber den Rhein bis zum Wasserturm in Mannheim, wo wir angehalten haben um Foto zu machen. Norman ist mit meine Daddy im Cabrio hinterher gefahren um auch schon wĂ€hrend der Fahrt Aufnahmen zu machen.

Gegen 13:45 Uhr kamen wir wieder in der Kirche an, die geladenen GÀste hatten sich bereits im Gemeindesaal eingefunden und wurden mit Sekt versorgt. Johannas Trauzeuge Schorsch und mein Bruder Matze eröffneten mit zwei sehr persönlichen Reden das Buffet, nun mussten wir uns erst mal stÀrken.

Im Anschluss haben wir ein wenig umgeplant. Da sich draußen die Wolken zusammen zogen, haben wir unseren Programmpunkt mit den Ballons vorgezogen. Wir hatten 90 Herzballons mit Helium gefĂŒllt und Organspendeausweise dran gebunden. Diese hatten fleißige Helfer nach dem Essen aufgeblasen, nun hat sich jeder einen Ballon geschnappt und auf unser Zeichen haben wir sie steigen lassen. Ein schönes Bild! Anschließend, so lange es noch trocken war, haben wir draußen noch ein Gruppenfoto gemacht.

Vor dem Kaffee haben wir nun noch eine Bildershow gezeigt mit EindrĂŒcken aus unserem gemeinsamen Leben, Höhen und Tiefen aber auch ein paar Baby- und Kinderfotos, wir haben moderiert. Um halb vier kam dann auch unsere Hochzeitstorte, die wir in einer kleinen feinen Konditorei in Heidelberg bestellt hatten. Der Anschnitt wurde noch vom ZDF gefilmt, dann war deren Drehtag auch zu Ende. Nachdem sich alle mit Kaffee und Kuchen gestĂ€rkt hatten klang der Tag so langsam aus, die ersten GĂ€ste machten sich auf den Heimweg.

SpĂ€ter am Abend mit gut zwei Stunden Verzug haben Johanna und ich die TanzflĂ€che eröffnet, mit einem etwas improvisierten Tanz, aber nun gut. Hauptsache es gab einen Tanz! Es war nun schon etwas dunkel geworden, trotzdem folgte draußen noch der letzte Programmpunkt, die HochzeitsbrĂ€uche. Johanna warf ihren Brautstrauß, beim ersten Versuch mit etwas zu viel Schwung ĂŒber die wartenden MĂ€dels hinweg. Der zweite Versuch klappte dann aber, meine Beste Freundin hat ihn gefangen. Dann war ich an der Reihe, ich erkĂ€mpfte mir mit den ZĂ€hnen unter Johannas Kleid das blaue Strumpfband und warf es in die Menge der unverheirateten MĂ€nner. Sehr amĂŒsant das alles 🙂

Gegen 24 Uhr waren wir dann auch sehr erschöpft und baten die letzten verbliebenen GĂ€ste freundlich zu gehen. Unsere Schuhe hatten wir schon vor gut einer Stunde ausgezogen, die FĂŒĂŸe taten uns doch sehr weh!

Alles in allem war unsere Hochzeit ein traumhaftes Fest, es lief alles nach Plan, keiner ist aus der Reihe getanzt. Wir bedanken uns auch hier noch mal bei allen GÀsten und Helfern! Ein besonderes Dankeschön an unsere beiden Fotografen und Freunde Corinna und Norman, die einen tollen Job gemacht haben und auch an unsere Freundinnen Tina und Julia, die mit ihrem wundervollen Gesang die Trauung und auch die Feier begleitet haben!

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